


„Remember Chet“ haben die Brüder Roman und Julian Wasserfuhr ihre erste CD genannt und wollen damit an den großen Amerikanischen Trompeter Chet Baker erinnern. Dass dies in einer Art gelungen ist, die im jungen deutschen Jazz neue Maßstäbe setzen dürfte, wurde am vergangenen Samstag im Bachsaal des Altenburger Schlosses recht schnell klar, kam das eingespielte Team aus dem gerade mal 20 Jahre alten Trompeter und seinem drei Jahre älteren Bruder am Klavier, unterstützt von Schlagzeuger Jonas Burgwinkel und Bassisten Marc Muellbauer ihren Vorbildern, die irgendwo zwischen Chet Baker und Till Brönner liegen dürften, doch sehr nah. In einer Mischung aus Eigenkompositionen und eingestreuten Jazzstandards fiel nicht nur das magisch leichte und zugleich melancholische Trompetenspiel von Julian Wasserfuhr, der im zarten Alter von sieben Jahren erstmals ins Horn blies und die wohldurchdachten Soloeinlagen seines Bruders Roman auf, sondern auch die Einzelleistungen eines genialen Bassisten und eines fantastischen Schlagzeugers. In diesem Sinne war das Traditionspflege pur, die einem begeisterten Publikum im angenehm gefüllten Bachsaal geboten wurde. Bleibt abzuwarten, was man künftig von den Wasserfuhrs aus dem Bergischen Land hören wird.
Nun fehlt also nur noch ein Konzert in der Herbstreihe des Altenburger Jazzklubs, welches für den 20.12.2008 in der Musikhall angekündigt ist. Dort werden die Top Dog Brass Band mit, wie es der Name schon ankündigt, jeder Menge Blechgebläse erwartet.

© Jazzklub Altenburg 2009