


Nicht unbegründet wird Mardi Gras. bb als die Deutsche Brass Band Nr. 1 bezeichnet. Nicht nur wegen den hervorragend aufeinander abgestimmten Bläsersätzen, die hübsch anzuhören und anzusehen sind, sondern vor allem wegen ihres facettenreichen Sounds, vom dem man sich am vergangenem Samstag in der Altenburger Music Hall wieder beeindrucken lassen konnte. Die Mannheimer Band, die bereits 2002 am selben, damals noch unsaniertem Ort gastierte, hatte ihr mittlerweile neuntes Album „Von Humboldt Picnic“ im Gepäck, mit dem sie dem berühmten Pädagogen, Forscher und Entdecker Alexander von Humboldt ein Denkmal setzt und die ca. 200 Gäste des Altenburger Jazzklubs auf eine große Weltreise von Asien über Afrika bis nach Amerika mitnahm. Keineswegs konnte man dabei von einer gemütlichen Samstagabendausflug sprechen, war doch das Publikum auf der Expedition vielfach gefordert, indem es wippend und tanzend und vor allem den sinnreichen Texten des Frontmannes Dr. Wenz, dem nach wie vor in Mannheim praktizierenden Dermatologen, lauschend zu folgen, um den Anschluss nicht zu verpassen durch die Melodien orientalischer Basare, den heißen Rhythmen afrikanischer Wüsten, der Geräuschkulisse des südamerikanischen Urwaldes direkt in die tiefste Seele von Jazz, Blues, Folk, Funk und Soul.
30 Jahre Jazzklub Altenburg ist damit Vergangenheit. Wie der Kulturverein in sein 31. Jahr starten will, ist derzeit noch ein Geheimnis. Nach der diesjährigen Konzertserie darf man allerdings gespannt sein. JN


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