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Klaus Lenz im dritten Lenz

Fast wurde die Bühne für die 19 Musiker der Klaus Lenz Big Band zu  klein

Big Band Feuerwerk in der Music Hall

Man kann sich darüber streiten, ob zur Jazz Meile in Thüringen Altenburg auch wieder nur Randgebiet ist oder nicht. Quantitästmäßig eventuell, keineswegs  aber in Bezug auf Qualität.
Davon konnte sich die recht große Jazzgemeinde vergangenen Freitag in der Music Hall überzeugen lassen. Das Generationen übergreifende Publikum hatte sich zu einem denkwürdigen Konzert eingefunden. Die  20-köpfige Klaus Lenz Big Band heizte dort ordentlich ein. Schon die opulente Ausstattung der Bläsergruppe für sich war ein absoluter Knüller. 13 der auf der Bühne versammelte Musiker spitzten im zwei geteilten Programm dazu permanent ihre Lippen.  
Den ersten Teil widmete Bandleader Klaus Lenz seinen Kompositionen und Arrangements, die er von 1965 bis 1977 seiner Fanschar widmete. So waren in den ersten Stücken noch klare Anleihen aus der Big Band Ära der 1940'er zu erahnen, die aber mehr und mehr dem Zeitgeist der frühen 1970'er wichen.

Dabei führten seine Kompositionen immer tiefer in die  Gefilde des Jazz-Rocks. Standen zu Beginn noch Ernst Ludwig Petrowsky und Helmut Forsthoff mit "gewohnt" herausragenden Soli am Alt- bzw. Tenorsaxophon im Mittelpunkt wurde im zweiten Teil des Abends der Tendenz zu knackigen, kraftvollen geamtorchestralen Rhythmen dann mehr und  mehr gefrönt. Titel von Blood, sweet and Tears, Cick Corea und  anderen Größen des internationalen Jazz-Rocks kamen dabei zur Aufführung.  Absolute Höhepunkte waren aber die jeweilige Auftritte von Uschi Brüning mit dem unvergleichlichen "Reverend Lee" und Hansi Klemms "spinning Wheel".

Somit kam wohl jeder in der bestens besuchten Music Hall voll auf seine Kosten, was sich letztlich im fast schon frenetischen Beifall Bahn brach. Müßig zu erwähnen, dass man einen solch hervorragenden Hörgenuss nur mit  absoluten Könnern am jeweiligen Instrument hervorrufen kann. Auch die Rhythmusgruppe mit Bass, Schlagzeug, Gitarre und Keyboard sorgte für reichlich Emmotionen im Saal. Rund um zufrieden und mit der sicheren Überzeugung, ein ganz besonderes Konzert gehört zu haben, verließ das geneigte Publikum dann langsam den Ort des Geschehens, obwohl man vielleicht gern noch ein paar Takte aus der unvergleichlichen Lenz-LP "Aufbruch" gehört hätte.  
m.k.

Hugo Read bei La fiesta von C. Corea am Sop-sax

Mit "High di how" setzten sich die Vocalisten U. Brüning und H. Klemm in der Musik Hall ein kleines Denkmal

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