


Es war eine Art stilistische Bewusstseinserweiterung, was sich der Altenburger Jazzklub für das Eröffnungskonzert der diesjährigen Jazzmeile Thüringen einfallen ließ, hatte er am vergangenen Samstag mit „Tap Royal – The Groove Journals“ doch ein Projekt ins Altenburger Schloss eingeladen, welches die Tür des Jazz Richtung Tanz und Performance öffnete. So erlebte ein vollbesetzter Bachsaal nicht nur drei wundervolle Musiker an Bass, Gitarre und Trompete, sondern vor allem sechs Tänzer, die unter der Leitung von Chefchoreograf und Mastermind Sebastian Weber gründlich an der Entstaubung der allgemeinen Vorstellungen von Stepptanz arbeiteten.
Mit diesem Konzert wurde in Altenburg der Startschuss für die insgesamt über 150 Konzerte der Jazzmeile in ganz Thüringen gegeben. Die immerhin schon 17. Auflage des in Deutschland einzigartigen Konzeptes bringt in den nächsten zwei Monaten jede Menge nationale und internationale Musiker auf die Bühne, bietet jungen Nachwuchskünstlern Gelegenheit sich zu präsentieren und veranstaltet Musik-Workshops und Symposien zum Thema Jazz.
Gleichzeitig endete am vergangenem Samstag auch die Ausstellung, mit der der Jazzklub sein 30-jähriges Bestehen feierte und so hatte man guten Grund gleich noch eine zweite Band für den Abend zu verpflichten. Weitergejazzt wurde mit dem deutsch-österreichisch-amerikanischen „New Orleans Organ Trio“ in der Hofküche. Wie die zentnerschwere Hammondorgel an den Ort verfrachtet wurde blieb dabei ein Geheimnis, auf jeden Fall trug diese neben Saxophon und Schlagzeug erheblich zur frenetischen Stimmung in den Kellerräumen bei, bei der auch getanzt werden durfte.
Das nächste Konzert, welches der Altenburger Jazzklub gemeinsam mit dem Verein Jazzin’ Wurzen präsentiert, bringt am 22. Oktober mit der Klaus Lenz Big Band die creme de la creme des ostdeutschen Jazz auf die Bühne der Musikhall. Der Kartenvorverkauf läuft bereits in der Altenburger Tourismusinformation.


© Jazzklub Altenburg 2009