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Martin-Auer-Quintett im Lindenau-Museum

Altenburg 12.03.2007 (JN) Das Klischee des Jazztrompeters, dieses smarten Typs, der Solo an Solo reiht, seine Bandmitglieder hinter sich scharend, erfüllt Martin Auer nicht. Dennoch nennt sich gleich ein ganzes Quintett nach ihm. Martin Auer dürfte wohl einer der leisesten Bandleader sein, den die neue deutsche Jazzszene zu bieten hat, was keinesfalls zu bedeuten hat, dass er nicht Meister seines Fachs wäre. Ganz im Gegenteil, denn zum einen kann man sein Spiel auf Trompete und Flügelhorn einfach nur als traumhaft bezeichnen und zum anderen weiß er halt ganz genau, wann er seinen Kollegen den nötigen Freiraum lässt. So war es auch nicht verwunderlich, dass der wegen eines ordentlichen Hexenschusses an den Stuhl gefesselte Saxophonist Florian Trübsbach viel Zeit zum Spielen bekam und der Pianist Jan Eschke zeigen konnte, welch schöne Klänge man an einem E-Piano zaubern kann. So richtig rund machte die Sache aber erst das Gespann aus Andreas Kurz am Bass und Bastian Jütte am Schlagzeug, die nicht nur den Takt vorgaben, sondern auch einen mächtig rockigen Background lieferten.
Zu sehen und hören war das Martin-Auer-Quintett an vergangenem Samstagabend im gut gefüllten Altenburger Lindenau-Museum, wo den Konzertbesuchern auch das erst kürzlich restaurierte Tafelbild „Maria mit dem Kind, der hl. Sebastian und eine betende Hirtin“ präsentiert und vom Restaurator Johannes Schäfer selbst allerhand Interessantes zur Restauration selbst zu hören war.

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